FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

Biometrie und den diversen Formen der Altersvorsorge. Dazu Investments, Finanzierungen, Immobilien und Bau- sparen. Wir haben aber traditionell zwei Kernbereiche: die Altersvorsorge und die Arbeitskraftabsicherung. Zudem stehen wir für umfassenden Risikoschutz. Können Sie quantifizieren, welchen Anteil jedeSpartezumUmsatzbeiträgt? Genaue Zahlen kann ich nicht nennen. Nur so viel: Keine Sparte trägt mehr als 30 Prozent zum Umsatz bei, im Schnitt sind es sechs bis 15 Prozent. Anfügen möchte ich auch, dass im Altersvorsorgegeschäft kein Produkt dominiert. Es ist wirklich ein breiter Mix, auch wenn viele das nicht vermuten. AproposProdukte: 2027kommt dasAlters- vorsorgedepot. Steht schon fest, wie Ihr Angebot aussehenwird? Unsere Berater werden alles anbieten kön- nen. Das Standarddepot, das Altersvor- sorgedepot mit freier Fondsauswahl und Lösungen imVersicherungsmantel mit 80 und 100 Prozent Garantie. Dass wir das beratungsfreie Standarddepot nicht gut finden, muss ich wohl nicht betonen. Die Produkte werden von all unseren Part- nern im Fonds- und Versicherungsbereich kommen, mit denen wir zusammenarbei- ten und die wir trotz der kurzen Vorlauf- zeit technisch anbinden können – es sei denn, sie bieten kein Altersvorsorgedepot an. Einige Versicherer werden darauf ver- zichten, was ihr gutes Recht ist. Wir wer- den allerdings sehr genau auf die Produkt- qualität achten, die mindestens genauso wichtig ist wie die Kosten. Schlechte Pro- dukte werden wir nicht anbieten. Anfangs erwähnten Sie die gestiegene Zahl an Beratern. Wie gewinnen Sie neue Vertriebler? Der Großteil unserer neuen Berater sind Quereinsteiger, die nach wie vor haupt- sächlich über das persönliche Netzwerk der Berater kommen, also Freunde, Bekannte oder ehemalige Kollegen sind. Wir sind auch eine der wirklich wenigen Branchen, in denen es vorkommt, dass ein Kunde bei uns anfängt oder zumin- dest Empfehlungen gibt. Ferner haben wir viele Studenten, die im Lauf ihres Stu- diums Praktika bei uns absolvieren und dann an Bord bleiben. Auch die Macht von Social Media lässt sich nicht mehr leugnen: Es ist zwar eine Minderheit an Vermittlern, die wir über die digitalen Kanäle gewinnen, aber die Zahl ist mitt- lerweile durchaus signifikant. Über tradi- tionelle Stellenanzeigen hat diese Branche noch nie funktioniert. Außerdem bilden wir auch aus, zum Kaufmann für Ver- sicherungen und Finanzen, und koope- rieren mit einigen Fachhochschulen im Rahmen des Dualen Studiums. Offenbar funktioniert es über die genann- tenKanäle. DieZahl IhrerPartner steigt ja. Ja, wobei wir seit einigen Jahren auch davon profitieren, dass andere Branchen in der Krise stecken und althergebrachte Karrierewege obsolet werden. Vor zehn Jahren haben wir etwa in Stuttgart nur in Ausnahmefällen mal einen Partner gewonnen, der sonst zu Porsche gegangen wäre. Mittlerweile stehen solche „Ikonen der deutschenWirtschaft“ als Arbeitgeber nicht mehr so hoch imKurs. Immer mehr » Bei uns kann der ehemalige Spediteur mehr verdienen als der Hochschul- absolvent mit Doktortitel. « Matthias Wald, Swiss Life Deutschland fondsprofessionell.de 3/2026 301 FOTO: © DANIEL GEORGE FÜR FONDS PROFESSIONELL

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