FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026

zen. Der Markt verändert sich, die Kun- denansprüche ebenso. Wir werden eine neue Qualität hineinbringen. Und wir werden weiter investieren. AlsowirddieMitarbeiterzahl steigen? Wooders: Ja, perspektivisch kann die Zahl noch wachsen. Ein weiteres Feld mit hohen Wachstums- raten sind börsengehandelte Fonds. Auch Ihr Haus führt ETFs. Wollen Sie das Ange- bot ausbauen? Wooders: Bei Fidelity als aktivem Haus stehen aktive ETFs im Fokus. Wir bieten europaweit 20 solche Produkte an und verwalten ein Vermögen in Höhe von rund zwölf Milliarden US-Dollar. Dieser Bereich wächst im Vergleich zum gesam- ten ETF-Markt überproportional. Die Wachstumsraten aktiver ETFs sind zwar hoch, noch handelt es sich aber um ein Nischenphänomen. Lediglich drei Pro- zent des ETF-Volumens inEuropa entfallen auf aktiveAnsätze. Wooders: Keine Frage, der Markt für aktive ETFs ist wesentlich kleiner als der für passive. Aber er wächst eben überpropor- tional. Wir sind die Nummer zwei bei aktiven ETFs in Europa und erachten sie als absolut elementaren Baustein unserer Strategie. Droht die Gefahr, dass Ihr Haus mit aktiven ETFsdiePublikumsfondskannibalisiert? Wooders: Die Disruption ist bereits da. Auf Deutschland entfällt ein Viertel des gesamten europäischen ETF-Volumens, es ist damit ein großer Markt. Das können und wollen wir nicht ignorieren. Für uns geht es darum, mit unserer aktiven ETF- Produktpalette einen Mehrwert für die Sparer zu schaffen. DasgeringerePreisniveauderaktivenETFs imVergleichzuPublikumsfondsschlägtsich allerdings auf die Margen der Asset Mana- gernieder. AkzeptierenSiealsoeinennied- rigerenGewinn? Wooders: Der Schlüssel ist die Skalierung. Der Kostenfaktor für den Anbieter ist bei ETFs ein anderer als bei Publikumsfonds, etwa beimHandels- und Verwaltungsauf- wand. Daher können wir bei ETFs andere Preise bieten. Welche Wege bringen noch Wachstum bei Privatkunden? Schepanek: Die Plattform FFB ist ein wich- tiger Schlüssel für die Zukunft. Denn das Wachstumder Branche entspringt künftig hauptsächlich dem Privatkundengeschäft. Asset Manager, die einen guten Zugang zu Endkunden haben, direkt oder über Vertriebsnetzwerke, weisen da einen stra- tegischen Vorteil auf. Und die FFB pflegt Partnerschaften mit solchen Netzwerken. Wooders: Der Zugang zu Endkunden wird künftig spielentscheidend sein. Die Asset- Management-Industrie verändert sich. Ein- fach nur Produktanbieter zu sein, reicht nicht mehr aus. Wenn man über einen Zugangskanal zu Endkunden verfügt wie die FFB oder indirekt über unsere Partner- schaften imWholesale-Geschäft, dann hat das einen enormen Wert. » Die Disruption ist bereits da. Auf Deutsch- land entfällt ein Viertel des europäischen ETF- Volumens. Das können und wollen wir nicht ignorieren. « Susanna Wooders, Fidelity fondsprofessionell.de 3/2026 315 FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH FÜR FONDS PROFESSIONELL

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