FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
PARTNER-PORTRÄT Die Performance der Unternehmerfonds bleibt etwa imVergleichmit demMSCIWorld zurück. Warum ist das so? Vor allem, weil wir keine Speicherchip-Herstel- ler undKI-Ausrüster imPortfoliohaben, die vom KI-Capex-Boommomentan enormprofitieren. Der KI-Boom lässt die Nachfrage nach Spei- cherchips rasant steigen. Warum ist das für Sie kein Investment Case? Weil ich mittelfristig skeptisch bin. Viel hängt davon ab, wie sich die Chip-Nachfrage ent wickeln wird. Fakt ist aber bereits jetzt: Spei- cherchip-Hersteller wie Samsung, SK Hynix oder auchMicron bauen riesige Produktionska- pazitäten auf, weil es derzeit an Rechenleistung fehlt. Zugespitzt kann man sagen: Die Knapp- heit von heute finanziert die Überkapazität von morgen. Wir sollten nicht vergessen, dass es sich bei der Chip-Herstellung umein zyklisches Geschäft handelt. Die Börse berücksichtigt aus meiner Sicht zu wenig den enorm steigenden Kapazitätsausbau und das damit stark stei- gende Angebot. Sie geht meines Erachtens zu sehr davon aus, dass die Chip-Nachfrage auf Dauer hoch bleibt oder sogar nochweiter steigt. Woran liegt das? Niemand kann seriös planen, wie etwa die Hyperscaler zukünftig in demBereich investie- ren. Die Investitionen sind schon jetzt sehr hoch: Rund 800 Milliarden US-Dollar investieren die Hyperscaler allein in diesem Jahr. Die Frage ist aber doch, wie sich dieses Investitionsvolumen entwickelt und wie sich dies auf die Speicher- chip-Hersteller auswirkt. Egal wie sichdieNach- frage real entwickelt, das Chip-Angebot wird auf absehbare Zeit weiter steigen. Ich bin skeptisch, dass das Investitionstempo inKI-Rechenzentren dauerhaft so hoch bleibt wie bisher. Die Chip- Nachfrage bleibt ein Superzyklus im KI-getrie- benen Zyklus. Deshalb rate ich zur Vorsicht. Wie bilden Sie denn dann KI in Ihrem Port- folio ab? Investoren sollten verstärkt darüber nachden- ken, welche Firmen den KI-Boom dauerhaft in Kundennutzen und somit in steigende Gewinne umsetzen, sprich: profitabelmonetarisieren. Das sind Firmen wie Microsoft, dessen zunehmend KI-unterstützte Software täglich von Millionen UnternehmenundMilliardenMenschen genutzt wird; auch Apple macht durch die Integration von KI in das eigene Ökosystem Produkte und Services noch attraktiver und steigert so den Gewinnweiter. Und Alphabet? Alphabet ist mit Google seit Jahren Vorreiter, wenn es darum geht, den Kundennutzen zu erhöhen und extrem profitabel zu monetarisie- ren. Das wird durch KI nun zusätzlich verstärkt. Google macht schon heute seine Produkte im bestehenden Ökosystemdurch KI für Milliarden Kunden noch attraktiver. Dabei agiert Alphabet aus einer Position der Stärke heraus. Die Firma ist ertragsstabil, wächst profitabel, kann die KI- Investitionen auf Dauer aus eigener Kraft tragen unddiese dannmonetarisieren. Das unterschei- det Alphabet von vielen „KI-Hoffnungsfirmen“, die ihr Geschäft auf Pump finanzieren und Ver- luste schreiben. Chip-Knappheit heute ist die Überkapazität morgen Das Geschäft mit Speicherchips bildet einen eigenen, zeitlich begrenzten Super- zyklus innerhalb des KI-Zyklus. Welche Unternehmen künstliche Intelligenz auch nach dem KI-Boom dauerhaft monetarisieren können, erläutert Fondsmanager DominikusWagner im Interview. Disclaimer: DiesesDokumentdientalsWerbemitteilung.MitdiesemDokumentwirdkeinAngebotzumVerkauf,KaufoderzurZeichnungvonWertpapierenodersonstigenTitelnunter- breitet.Dieenthaltenen InformationenundEinschätzungenstellenkeineAnlageberatungodersonstigeEmpfehlungdar.DievollständigenAngabendesFondssinddemVerkaufspro- spektsowiederSatzungoderdemVerwaltungsreglementoderdenVertragsbedingungen,ergänztdurchden jeweiligenletztengeprüftenJahresberichtundden jeweiligenHalbjahres- bericht, fallseinsolcher jüngerenDatumsalsder letzteJahresberichtvorliegt,zuentnehmen.DieseUnterlagenstellendiealleinverbindlicheGrundlageeinesKaufsdar.Diegenann- tenUnterlagensowiedieWesentlichenAnlegerinformationen(KID)erhaltenSiekostenlos indeutscherSprachebeider jeweiligenVerwaltungsgesellschaft/Kapitalverwaltungsgesell- schaftoderVerwahrstellesowievonden jeweiligenVertretern indenLändern.WertentwicklungenderVergangenheitbietenkeineGewähr fürzukünftigeEntwicklungen.DerWertder Anteilekannschwankenundwirdnichtgarantiert.Stand:31.7.2026 Kontakt Wagner & Florack AG Mildred-Scheel-Straße 1 53175 Bonn Tel.: +49/228/945 95 86-0 E-Mail: schumann@unternehmerfonds.de Internet: unternehmerfonds.de Fondsdaten Wagner & Florack Unternehmerfonds flex ISIN / WKN P-Tranche: DE000A2P23L3 / A2P23L ISIN / WKN C-Tranche: DE000A2P23M1 / A2P23M Berücksichtigung ESG: ja Fondsvolumen: 56,3 Mio. Euro Stand: 31.7.2026 Firmenporträt DieWagner & Florack AG ist eine bankenunabhängige und inhabergeführte Investmentboutique mit Sitz in Bonn und Köln. Oberstes Gebot der Anlagepolitik ist die langfristige Wahrung und Mehrung des Kapitals der Investoren. Hierzu investiert Wagner & Florack langfristig und mit unternehmerischer Sichtweise in höchste „Qualität“. Basis des Handelns ist die eigene tiefe und unternehmerische Analyse von Unterneh- men. Wagner & Florack ist dabei frei von Interessen Dritter, und die handelnden Personen sind selbst im Wagner & Florack Unternehmerfonds investiert. Somit besteht Interessengleichheit mit den Investoren. Dominikus Wagner Fondsmanager Dr. Dirk Schmitt Fondsmanager ANZEIGE FOTO: © WAGNER & FLORACK AG
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