FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2026
Inwiefern ist für Keyridge denn mit dem Blick nach vorn eine Öffnung für weitere Vertriebspartner oder institutionelle Man- dategeplant? Treacy: Wir pflegen bereits heute zahlrei che Partnerschaften in verschiedenen Märkten, in Deutschland mit Canada Life, in Großbritannien und Irland domi nant mit Irish Life, hinzu kommt Nord amerika, wo wir unsere Indexierungspart nerschaft mit Wisdom Tree auch für den europäischen Markt unterhalten. Daher wird unsere neue Aufstellung auch für Canada Life wieder zum Vorteil, weil wir Erkenntnisse speziell zum Thema Ruhe stand aus anderen Märkten einbringen können, die da teils schon deutlich weiter fortgeschritten sind. Aber schränkenSiesichdamit imVergleich zueineroffenenFondsarchitektur ingewis- serWeisenicht selbst ein? Krummet: Überhaupt nicht. Denn auch beim nach wie vor möglichen Einsatz von externen Fonds nutzen wir dieselben Prozesse für Due Diligence und Risiko management wie bei Keyridge-Strategien. Deshalb besteht kein grundsätzlich struk tureller Vorteil für Keyridge. Am Anfang steht immer die Frage nach demKunden bedarf. Die Lösung kann Keyridge sein oder ein externer Fonds. Treacy: Das hält uns durchaus auf Trab. Denn auch wir selbst nutzen ja zum Teil externe Asset Manager innerhalb unserer Mischportfolios. Wir sind davon über zeugt, dass es auch auf Plattformebene immer die Wahl geben sollte; ein reines Keyridge-Produktregal könnte die Aus wahl einschränken. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie denn, ob eine Anlageidee über einen exter- nenFonds, einKeyridge-Portfolioodereine Kombinationumgesetztwird? Krummet: Wir schauen auf das Anlageziel, die Kosten und die Qualität von Anbie tern oder Fonds, zu diesem Prozess gehört auch die Risikodiversifikation. Wichtig sind zudem Ratings und Robustheit. Im Grunde funktioniert das wie bei jeder klassischen Perspektive eines Investors vor einer Anlageentscheidung. Treacy: Bei externen Managern geht es zusätzlich um zwei Ebenen: die operative Due Diligence, damit die Prozesse beim Onboarding gut funktionieren, und die Investment-Due-Diligence, die klärt, wel che Rolle ein Fonds im Angebot spielen kann. Getrieben wird das immer vom Bedarf des Beraters für seine Kunden. EinmalHandaufsHerz:Wieschwierigistes manchmal, sichstatt füreinenhauseigenen Keyridge-Fonds für einen externen Fonds mit ähnlichemProfil zuentscheiden? Treacy: Unsere Standards sind gerade beim Thema Performance extrem hoch. Unser Fondsmanagement-Komitee über prüft regelmäßig die Leistung aller von uns verwalteten Fonds und ihrer jeweili gen Bausteine. Läuft ein Fonds nicht gut – ob ein eigener oder ein externer –, wird gehandelt. Dazu gibt es einen festen Review-Prozess mit klarer Governance und Aufsicht. Jeder Baustein muss für den » Mit Canada Life UK, Irish Life und Setanta Asset Management haben wir unsere gesamten Investment- aktivitäten in Europa unter dem gemeinsamen Dach von Keyridge Asset Management gebündelt. « Frederick Krummet, Canada Life fondsprofessionell.de 3/2026 353 FOTO: © STEFAN GREGOROWIUS FÜR FONDS PROFESSIONELL
RkJQdWJsaXNoZXIy ODI5NTI=